Der DBfK will die Perspektive der beruflich Pflegenden in die politische Debatte um das Pflegeneuordnungsgesetz einbringen. Hierfür sind Pflegefachpersonen aufgerufen, mittels E-Mail-Formular Botschaften zu schicken.
Im Mittelpunkt steht eine einfache Frage: Was bedeuten die Gesetzespläne konkret für den Pflegealltag? Der DBfK bündelt die Rückmeldungen, bringt sie anonymisiert in Gespräche mit politischen Entscheidungsträger:innen ein und macht sie in der Presse- und Öffentlichkeitsarbeit sichtbar. Denn hinter Personalbemessung, Tariftreue oder Pflegebegleitung stehen konkrete Auswirkungen auf Teams, Patient:innen sowie pflegebedürftige Menschen und ihre An- und Zugehörigen. Mitmachen können alle Pflegepersonen über die DBfK-Aktionswebseite www.dbfk.de/keinsparschwein.
Schon jetzt haben den DBfK erste Botschaften aus der Praxis erreicht:
Eine niedersächsische Pflegeperson aus dem ambulanten Bereich warnt vor gravierenden Folgen des Wegfalls von Verhinderungspflege und Kurzzeitpflege: „Dadurch werden sich viele pflegende Angehörige völlig überlasten und zusammenbrechen.“
Ein Pflegeberater aus Nordrhein-Westfalen warnt davor, die Pflegeberatung doppelt zu erschweren: „Pflegeberatung darf nicht zunehmend reguliert und mit zusätzlichen Aufgaben belastet werden, während gleichzeitig diejenigen, die Beratung und Begleitung vor Ort leisten, mit Bürokratie, unterschiedlichen Zuständigkeiten und teilweise komplizierten Verfahren der Kostenträger konfrontiert sind.“
Eine weitere Pflegeberaterin aus Schleswig-Holstein sieht durch den Wegfall der Beratungseinsätze nach § 37 Abs. 3 SGB XI ihre berufliche Zukunft in Gefahr: „Im schlimmsten Fall wären meine Kolleginnen und ich arbeitslos. Ich kann gesundheitlich nicht mehr in der Pflege arbeiten und müsste mir etwas anderes suchen. Unter dieser Zukunftsangst leide ich gerade sehr.“
Jetzt kommt es auf uns an!
Die Aktionswebseite bündelt außerdem den aktuellen Stand des Gesetzgebungsverfahrens, die fünf wichtigsten Änderungsforderungen des DBfK sowie weitere Möglichkeiten, sich an Protestaktionen zu beteiligen. Jede:r Einzelne kann einen Unterschied machen.