24.04.2026
Loreen Plugge findet: Kompetenz wird zu häufig ausschließlich am Abschluss bemessen. Dabei entsteht tiefgreifendes Wissen nach ihrer Überzeugung durch Berufserfahrung und Weiterbildung.
In den letzten Jahren wurde generalistisch ausgebildeten Pflegefachfrauen und -männern häufig vorgeworfen, nicht sofort einsatzfähig zu sein. In allen Settings ausgebildet, aber in keinem so richtig. Aber war das vor der Generalistik überhaupt anders? Waren Berufsanfänger:innen mit dem formalen Abschluss „Gesundheits- und Kinderkrankenpfleger:in“ automatisch Spezialist:innen? Plugge findet: nein. Bereits vorher habe es an Einarbeitungskonzepten und Weiterbildungsmöglichkeiten im direkten Anschluss an die Ausbildung gefehlt.
Wie es besser gehe, zeige der Blick ins Ausland: „ Andere Länder machen es schon vor und Deutschland ist da leider wirklich viele Jahre zurück. Ich denke, dass eine grundständige Ausbildung und dann im Weiteren die Spezialisierung auf das Fachgebiet der richtige Schritt sind. Informelles Lernen, gezielte Praxisanleitung im praktischen Setting mit dem notwendigen theoretischen Input, gefördert vom Arbeitgeber“, so Plugge, die sich selbst durch berufspraktische Erfahrung, mehrere Weiterbildungen und eine akademische Ausbildung im Bereich pädiatrische Pflege spezialisiert hat und auch weiterhin kontinuierlich fortbildet.
Mehr zum Thema lesen Nordwest-Mitglieder im ausführlichen Interview mit Loreen Plugge in der April-Ausgabe des Mitgliedermagazins Gezielt informiert im Bereich Magazine in der DBfK App (nur für registrierte Mitglieder).